Minimalismus & finanzielle Freiheit Part 1: Geld sparen

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Wenn wir uns auf das Wesentliche reduzieren, hinterfragen wir alles. Auch unsere Arbeit und vor allem die vielen Stunden die wir dort verbringen. Manche Minimalisten werden zu Aussteigern, arbeiten weniger um mehr Freizeit zu haben oder üben Berufe aus Überzeugung aus, für die sie eventuell auch etwas weniger verdienen. Nun ist es so dass man als Minimalist schlicht mit weniger Geld auskommt, weil man bewusster konsumiert. Obwohl wir natürlich etwas Geld brauchen für das Dach über unserem Kopf, Essen & Co. wollen wir unabhängiger werden. Denn im Grunde ist es so: Finanzielle Unabhängigkeit & Freiheit ist einer der wichtigsten Faktoren für ein zufriedenes & ausgeglichenes Leben. Und ich würde mal großzügig behaupten, ein Großteil von uns Minimalisten legt sehr viel Wert auf Freiheit.

Es ist recht simple: Was wir heute nicht an Geld brauchen, steht uns zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung. Ein Gedanke, der sich gut anfühlt. Zu Recht.
Damit ihr an den richtigen Enden spart  will ich euch Tipps & Gedanken mitgeben zum Thema Geld sparen.

  1. Spontane Einkäufe verhindern
    Das A & O ist eine gute Planung & Vorbereitung. Vermeide es, planlos (oder noch schlimmer: hungrig) zum Einkaufen zu gehen, denn so wird immer mehr in deinem Einkaufskorb landen als eigentlich nötig.
    Überlege dir genau was du brauchst, schreibe eine Liste mit der du einkaufen gehst & überprüfe deine Vorräte. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären:
  2. Plane dein Essen
    Wer im Supermarkt mit einer Liste einkauft wird auch zwangsläufig weniger Essen wegwerfen. Aber es gehört noch etwas mehr dazu. Überprüfe deine Vorräte regelmäßig. Sollte ein Lebensmittel drohen abzulaufen, überlege dir für welches Essen du es noch verwenden kannst. Lebensmittel wegwerfen ist super verschwenderisch und unnötig. Tu dir & der Umwelt diese Unkosten nicht an.
  3. Zahle bar
    Ein bekannter, alter Trick. Aber es funktioniert. Mach dir deine Ausgaben bewusst indem du bar zahlst und gib dein Geld so möglichst gewissenhaft aus.
  4. Vergiss Rabattcodes, Groupon & Co.
    Es ist kein guter Deal, wenn du es nicht ehrlich brauchst. Und die Stempel-Kärtchen stressen uns in der Regel nur unnötig.
  5. Trigger umgehen
    Wenn du es nicht schon längst gemacht hast: Lösche Newsletter, kauf dir keine Magazine und umgehe Werbung wo du nur kannst.
  6. Kleidung
    Durch meine Konsumdiät spare ich mir aktuell natürlich eine ganze Menge Geld. Generell kann ich zu dem Thema nur sagen: Achte auf gute Qualität um die Kleidung möglichst lange tragen zu können. Man kann hier super Geld sparen, wenn man auf den SALE wartet oder sich im Second-Hand Laden bzw. auf Kleiderkreisel umsieht.
  7. Wunschliste
    Wenn dir etwas einfällt dass du brauchen könntest oder kaufen willst, schreib es zunächst auf eine Wunschliste und lass etwas Zeit vergehen. Oft vergessen wir die Dinge auch einfach wieder, dann streiche es von deiner Liste. Einkäufe sollen gut überlegt sein.
  8. Für Leseratten
    Ich spare bei vielen Büchern einiges an Geld, da ich ein Kindle besitze und die Bücher in physischer Form oft teurer sind. Für alle die Bücher in physischer Form bevorzugen: Wie wäre es mit einem Besuch in der Bücherei? Ich liebe Büchereien, ich finde es macht unheimlich viel Spaß dort zu stöbern.
  9. Vorkochen
    Das Mittagessen jeden Tag in der Arbeit summiert sich schnell zu stattlichen Summen. Mein Tipp: Vorkochen. Viele Gerichte lassen sich super gut Vorkochen und ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Da wir einen großen Gefrierschrank haben, kochen wir bei manchen Gerichten auch bewusst größere Portionen vor, packen uns diese dann portionsweise für unser Mittagessen ab, frieren es ein und nehmen es uns dann irgendwann in die Arbeit mit. Das ist nicht nur VIEL stressfreier, sondern sehr lecker, meist auch gesünder & viel günstiger!
  10. Schenken
    Seien wir mal ehrlich: Geschenke sind oft nicht besonders nützlich oder notwendig. In der Regel schenken wir zu einem bestimmten Anlass, zu dem uns nicht immer eine passende Geschenk-Idee einfällt. Ich weiß, viele Menschen schenken gerne und viele von uns werden gern beschenkt. Aber es muss ja nicht zu jedem Mini-Anlass sein.
    Ich habe dieses Jahr meiner Familie eine Essens-Einladung geschenkt. Mein Freund und ich werden ein 3-Gänge Menü für sie kochen. Mal davon abgesehen, dass das Bekochen natürlich auch etwas kostet, ist es schön das Schenken was ohnehin am kostbarsten ist: gemeinsame Zeit.
  11. Energie
    Achtet doch mal auf euren Energie-Verbrauch. Prüft zum Beispiel die Energieklassen bei Elektrogeräten (vor allem großen). Ihr könnt Geräte abzuschalten statt auf Stand-by laufen zu lassen, mit Deckel kochen, das Wasser im Wasserkocher erhitzen und nicht auf der Herdplatte, mehr mit 40 statt mit 60 Grad zu waschen, die Spülmaschine voll machen vor dem Waschgang. Außerdem ist Stoßlüften besser als Dauerdurchzug (und dann nicht bei aufgedrehter Heizung). Nur so als Anreiz.
  12. Such dir Alternativen
    Kaffee schmeckt auf meiner Couch genauso gut wie im Café und statt immer Essen zu gehen kochen wir gern zuhause mit Freunden gemeinsam. Aber auch draußen muss eine gute Beschäftigung nichts kosten: Spazieren gehen, Joggen statt Fitnessstudio etc. Es muss ja auch nicht immer die Alternative sein, ich finde nur Bespaßung muss nicht zwangsläufig etwas kosten.
  13. Leih’s dir einfach
    Wenn du etwas brauchst, musst du es nicht unbedingt kaufen. Der Nachbar hat vielleicht ein Waffeleisen dass er dir gern leiht, wenn du ihm im Nachgang dafür frische Waffeln vorbei bringst. Ein Kumpel hat eventuell die Bohrmaschine, die du gerade brauchst. Und eine Freundin leiht dir sicher gerne einen Spiralschneider, wenn du mal Zucchini-Nudeln testen möchtest. Sich Gegenstände zu leihen und wiederum andere zu verleihen ist etwas in Vergessenheit geraten – dabei ist es so praktisch und kollektiv.
  14. Versicherungen
    Werfe auch mal einen Blick auf deine Versicherungen. Eventuell kannst du auch da etwas reduzieren? Natürlich sind Versicherungen in ihrer Wichtigkeit von Fall zu Fall zu beurteilen. Durchschnittlich sind wir allerdings tendenziell überversichert. Ein unabhängiger Berater kann dich da anständig beraten.
  15. Do it yourself
    Statt alles zu kaufen, können wir vieles auch sehr gut selbst machen. Alte Möbel mit neuer Farbe selbst zu renovieren oder Dekoration für die Wohnung oder den Garten zu basteln kann unheimlich befriedigend sein – ohne dass man groß finanzielle Mittel dafür aufwenden muss. Bei Pinterest gibt es dazu viele gute Ideen, an denen man sich bedienen kann.

Macht euch bewusst, dass sich auch kleine Beträge schnell summieren. Sich immer vor der Arbeit einen Kaffee für rund 2 Euro zu kaufen und seien es nur vier Tage, sind immerhin über 400 Euro im Jahr. Aber auch wenn Achtsamkeit wichtig ist – Konsum ist okay. Es ist dein Geld und du gibst es aus für was auch immer du es gern ausgeben möchtest. Ich persönlich nehme es nicht so streng. Zwar kaufe ich inzwischen weniger, aber qualitativ hochwertiger. Für Essen gebe ich mehr aus als früher, ich kaufe jeden Monat eine Karte für das Yoga-Studio dass ich besuche und reise gerne. Ich weiß was ich will und dafür gebe ich auch Geld aus, weil ich weiß dass es mir wichtig ist.

Mal davon abgesehen ist es wohl am wichtigsten, dass wir lernen zufrieden zu sein mit dem was wir haben und uns weniger darauf zu konzentrieren was wir sonst noch alles brauchen. Denn nur Geld auszugeben, weil wir es eben ausgeben sollen… Das bringt uns weder finanzielle Freiheit, noch Zufriedenheit.

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Ein Gedanke zu „Minimalismus & finanzielle Freiheit Part 1: Geld sparen“

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