Minimalismus & Verantwortung: Entsorgung

IMG_6747Ich habe es schon ein paar Mal erwähnt. Trotzdem denke ich dass ein ausführlicher Beitrag hierzu nicht schadet, denn es ist mir ein sehr großes Anliegen.

Du hast nun also entrümpelt oder bist mit deiner Minimalismus Challenge fertig. Dein Kram liegt jetzt vor dir und wartet darauf das Haus zu verlassen. Wohin damit? Für dich mögen die Sachen keinen Mehrwert haben – das bedeutet allerdings nicht, dass sie nicht einem Dritten Freude bereiten können. Gib das Zeug nicht in die Tonne, das wäre hier völlig fehl am Platz & nicht minimalistisch (außer natürlich es ist kaputt). Es gibt zwei Möglichkeiten für euer entrümpeltes Zeug: Verkaufen oder Spenden.

Ich habe einen ausführlichen Guide hierzu für euch geschrieben.

Spenden vs Verkaufen?

Manchmal tauchen beim Entrümpeln Klamotten auf, die sogar noch Etiketten tragen und dir quasi entgegen schreien: „Warum hast du das getan?“.

Ungenutzte Gegenstände und gute Klamotten, einige davon ungetragen und mit einem ehemalig stolzem Preis. Ich verstehe, dass für viele eine reine Spende nicht in Frage kommt.
Hier heißt es: Zeit versus Geld.

Wiege ab was für dich wichtiger ist. Mich persönlich hat allein der Gedanke alles auf Ebay hoch zu laden sehr gestresst und ich habe alles gespendet und mich danach sehr gut gefühlt. Versuch es doch mal. Mach den ersten Sack von deinen ausgemisteten Klamotten voll und spende ihn einfach. Und danach schaust du wie es sich anfühlt.
Ansonsten, wenn dir das für den Anfang zu viel ist und der Aufwand für dich okay ist: Mach das ganze Programm. Fotografiere deine Klamotten & Co., stelle sie in Ebay, beantworte Fragen, bringe die gut verpackten Klamotten zur Post, schreibe Bewertungen. So machst du dir den Aufwand bewusst und er wird dich davor bewahren in alte Muster zurück zu fallen. Oder willst du dich ständig in Ebay aufhalten um deine Klamotten loszuwerden nur weil du dir den Kauf nicht gut überlegt hast? Ich denke nicht dass das jemand freiwillig öfter machen will.

Wo verkaufen?

Klamotten & Accessoires
Wenn du geduldig bist, bietet sich natürlich Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt an. Ich persönlich bevorzuge Ebay, weil ich da ein Angebotsende in Sicht habe (ein Nachteil ist hier mit Sicherheit die Provision). Außerdem bietet sich für Klamotten ein Flohmarkt an – das macht auch viel Spaß wenn man es mit Freunden zusammen macht. Hier kriegst du deine Designermode wahrscheinlich nicht zum gewünschten Preis los – aber spiele doch einfach ein wenig mit den Möglichkeiten die du hier hast und kombiniere sie. Wichtig hier: Setze dir ein Enddatum bis wann du die Sachen los haben willst – sonst kann das wirklich zu viel Zeit & Energie in Anspruch nehmen.

Möbel / Sperriges
Für größere Gegenstände oder Möbel kannst du Kleinanzeigen, Facebook Gruppen oder (ganz oldschool) das schwarze Brett nutzen.

Bücher / DVDs / CDs
Für DVDs, CDs oder auch sehr neue Bücher bietet sich z.B. Momox an. Das ist nicht immer sehr rentabel aber durchaus praktisch. Immerhin besteht dein einziger Aufwand darin die IBAN Codes einzutragen, die Sachen in eine Kiste zu packen und anschließend zur Post zu bringen. Momox überweist dir ein bis zwei Wochen später das Geld aufs Konto. Das ist wirklich sehr stressfrei.
Ansonsten geht sowas natürlich auch auf Flohmärkten gut.

Wo spenden?

Hier ist immer von Fall zu Fall zu unterscheiden. Die Altkleider Container sind nicht unbedingt die beste Lösung. Am besten erkundigt ihr euch in eurer Stadt was es in eurer Nähe gibt. Vielleicht liegt dir auch ein spezieller Bereich sehr am Herzen. Hier ein paar Beispiele die es in den meisten Städten gibt:

  • Sozialkaufhaus
  • Diakonie
  • GiveBox
  • Tafel
  • Flüchtlingsunterkünfte
  • Kindergärten

Nach der Entrümpelung achtsame Entscheidungen zu treffen rundet euren Einstieg in ein minimalistisches Leben entsprechend ab. Denn es geht nicht nur darum die Sachen los zu werden. Es geht auch darum Verantwortung zu übernehmen. Und glaubt mir, es fühlt sich einfach besser an.

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2 Kommentare zu „Minimalismus & Verantwortung: Entsorgung“

  1. Momox ist gut, wenn was schnell weg gehen soll. Ansonsten würde ich darauf verzichten und lieber Seiten wie booklooker und co. verwenden. Eine interessate Seite ist außerdem Fairmondo. Da weiß man auch, dass Provisionen z.B. nicht in falsche Hände geraten. :)

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