Minimalismus & Beziehungen: Partnerschaft

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Es geht weiter mit einer neuen Serie die ich dieses Mal dem Thema Beziehungen widmen will. Unsere Beziehungen – ob sie romantisch sind oder freundschaftlich, benötigen jede Menge Zeit, Aufmerksamkeit und Unterstützung. Nur so können sie wachsen. Wir wollen geben, den anderen annehmen wie er ist und ihn unterstützen. Aber damit ist es nicht getan. Beziehungen sind komplex und sie sind sensibel. Was wollen wir investieren und wann sollten wir uns zurückziehen? Wie macht man das und ist das überhaupt okay?

Heute starten wir mit dem Thema Partnerschaft. Was bedeutet eine Partnerschaft für uns und im Bezug auf einen minimalistischen Lebensstil? Was ist mit Geschenken, einem Ehering oder dem Kram des Partners?

Wenn es um meinen Partner geht, gilt für mich all-in. Meiner Meinung nach reicht lieben allein nicht aus – unsere Handlungen sind entscheidend. Denn nur mit ihnen in Verbindung ergibt sich dieses starke Konstrukt das unsere Partnerschaften trägt. Es ist eine Art dem anderen zuzuhören, sich morgens die Zeit nehmen für ein paar Minuten zu kuscheln, gemeinsam eine Lösung für ein Problem finden, sich aufeinander verlassen können, einander Freiraum schaffen, Geduld und Verständnis beweisen wenn der Partner seine Macken zum besten gibt. Das sind die Dinge die für mich zählen. Ich lege keinen Wert auf Geschenke. Natürlich freue ich mich über Blumen. Aber mein Partner muss mir nicht beweisen, dass er mich liebt. Denn er zeigt es mir.

Als wir uns mal über das Thema Eheringe unterhalten haben kamen wir zu dem Schluss, dass wir persönlich darauf verzichten würden wenn wir mal heiraten werden. Ich trage nicht besonders viel Schmuck und Ringe schon gar nicht. Mein Freund ganz zu schweigen. Ich brauche kein Schmuckstück als Symbol für etwas von dem ich überzeugt bin. So etwas kann ich auch im Herzen tragen. Damit will ich übrigens nicht sagen dass ich nichts von Eheringen halte. Okay, Eheringe mit überdimensionalen Diamanten finde ich tatsächlich albern weil ich es schlicht unnötig finde – aber das ist meine Meinung und jeder der Wert drauf legt soll auch seinen Ring haben und tragen.

Geschenke sind das eine – zusammen leben das andere. Immer öfter bekomme ich die Frage zu hören wie man als Minimalist auch den Partner zum Entrümpeln bewegen kann. Das finde ich um ehrlich zu sein nicht besonders fair. Jeder sollte seine eigenen Entscheidungen treffen. Ich liebe meinen Partner wie er ist und alles was ich tun kann ist ihn zu inspirieren. Anders funktioniert es nicht.

You can’t fix yourself by breaking someone else.

Mein Freund hat sich nicht für Minimalismus entschieden, ich würde ihn allerdings als natürlichen Minimalisten beschreiben. Er hat mehr Bücher als ich und auch ein paar mehr Klamotten aber das sind Dinge die er mag und daher würde mir niemals einfallen ihm vorzuschlagen, dass er etwas davon weggeben soll. Es gibt genau drei Tipps die ich dazu geben will:

  1. Dein Kram gehört dir, der Kram des Partners gehört dem Partner. Du hast nicht das Recht ohne sein oder ihr Zustimmen Dinge zu entsorgen – auch wenn es dich stört. Ein einfaches „Sag mal, würde es dich stören deine alte CD Sammlung zu spenden?“ genügt um einen ersten Anstoß zu geben. Du kannst auch erklären warum es dich stört aber ich denke es ist wichtig hier ohne Druck zu kommunizieren. Du hast schließlich auch selbst bestimmt welche Dinge du behalten willst, oder?
  2. Kümmere dich erst um deinen Kram bevor du dich von dem Kram des anderen gestört fühlst. Minimalisiere so weit bis du damit wirklich zufrieden bist. Das ist jede Menge Arbeit und erfordert Zeit. Kümmere dich also erst intensiv um DEINS.
  3. Die Küche ist sein Reich, im Kleiderschrank hat jeder seinen separaten Platz für Klamotten, das gleiche gilt für den Schreibtisch (mir gehört die linke Seite, ihm die rechte). Ich sehe seinen Kram nicht und so kann es mich wirklich nicht stören. Räume deinem Partner also Platz für den Kram ein der dich stört. Sei es ein separates Zimmer nur für ihn oder ein Schrank oder was auch immer er benötigt. Kommunikation hilft.

Liebe ist Arbeit und Schweiß. Es bedeutet Kompromisse finden und finden wollen. Es bedeutet Verständnis haben für Dinge die wir nicht verstehen und Dinge zu akzeptieren wie sie sind. Wir müssen auch mal nachgeben können und Ehrlichkeit vertragen, selbst wenn sie hässlich ist. Trotz alledem – es gibt nichts schöneres als zu lieben und geliebt zu werden. Und ich spreche nicht nur von einer Partnerschaft. Wir müssen uns erinnern was uns die Menschen bedeuten. Warum wir sie schätzen und was wir für sie tun können. Sie machen dein Leben besser also bereichere ihres. Zu schätzen was wir an den Menschen in unserem Leben haben macht unser Leben rund und uns glücklich.

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