Minimalismus & Beziehungen: Selbstliebe

the only person you should try to be better than

Es gibt diese eine Beziehung, die wir immerzu führen müssen. Eine, vor der wir nicht weglaufen können, selbst wenn wir es wollten. Die Beziehung, die uns all unsere Kraft und Mühen kostet weil wir immer weiter an ihr arbeiten und die mit zu den kompliziertesten aber den wichtigsten in unserem Leben gehört. Ich spreche von der Beziehung die wir mit uns selbst führen. Selbstliebe wird viel zu selten in den Mund genommen, oft sogar als negativ empfunden. Doch wenn man ein zufriedenes und erfülltes Leben führen will, ist sie essentiell.

Wie funktioniert das eigentlich mit der Selbstliebe? Wie kann man sich selbst lieben? Ein kurzer Gedanke zu einer langen Reise.

Ich kann nicht sagen, dass ich mich schon immer akzeptiert oder gar geliebt habe. Eine ziemlich lange Zeit habe ich mit mir selbst gekämpft und mich nicht leiden können. Viele kennen das, vor allem über die Pubertät machen wir so einiges mit uns selber mit. Wir sagen Dinge die wir nicht meinen und schämen uns danach dafür. Wir können uns selbst nicht ausstehen, wollen sein wie andere. Wir können unsere Art nicht akzeptieren, wollen uns eigentlich ganz anders definieren wie wir wirklich sind. Ich für meinen Teil, ich wollte immer die totale Kontrolle über mich und habe nach Perfektion gestrebt.

Es hat mich viel Kraft gekostet und ich habe viele Jahre gebraucht bis ich verstanden habe dass es Perfektion als solche nicht gibt. Das es stets eine subjektive Wahrnehmung von etwas ist dass wir nicht greifen können. Ich habe auch begriffen dass Selbstkontrolle ungesund ist. Wir sind Menschen. Wir lieben, wir hoffen, wir träumen, wir machen Fehler. Und das gehört eben alles zum Mensch sein dazu. Wir können nicht stets nach etwas anderem streben. Natürlich wollen wir uns entwickeln, wir arbeiten an uns. Aber das heißt nicht dass wir alles an uns verbessern oder gar ändern sollten.

Viel wichtiger ist es zu begreifen wer du bist und was dich ausmacht. Mit all deinen Stärken und deinen Schwächen. Wir alle haben sie. Und jeder von uns hat auch Schwächen die er schließlich akzeptieren muss. Das ist okay – wenn wir sie kennen. Ich für meinen Teil kann ein ziemlicher Tollpatsch sein. Früher war ich deshalb sehr streng mit mir, habe mich selbst immer als Trampel gesehen und mich dafür geschämt. Heute ist es etwas das mich nicht mehr überrascht. Ich kann lachen wenn mir dumme Sachen passieren oder ich meine Gesichtsmuskeln nicht im Griff habe. Mein Freund mag mich weil ich eben nicht (mehr) so gewollt versuche es zu vermeiden und weil ich es manchmal einfach ins Lächerliche ziehe und ihn damit ziemlich gut bespaßen kann. Manchmal geht es vielleicht auch einfach darum sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Mal abgesehen von unserem Wesen definieren wir eigene & persönliche Werte auf die wir Wert legen. Und auch das ist etwas dass dich ausmacht, auf das du stolz sein und warum du dich lieben solltest. Weil du so mutig bist dein Ding zu machen. Jeden Tag. Weil du selbst denkst und dich mit Themen beschäftigst die dir wichtig sind, anstatt dir alles vorleben zu lassen. Du bist ein guter Mensch. Und allein das Gute in dir macht dich liebenswert. Und das ist etwas dass du nie vergessen solltest.

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2 Kommentare zu „Minimalismus & Beziehungen: Selbstliebe“

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