Gesundheitsserie Part 7: Medikamente & Pharma

img_7479Gesundheit wird von jedem von uns unterschiedlich definiert. Wenn wir krank sind, haben wir unterschiedlich hohe Toleranzgrenzen dafür und die Genesung kann über verschiedene Wege stattfinden. Die einen bleiben bei leichten Kopfschmerzen liegen, die anderen schleppen eine Grippe zwei Wochen lang mit ins Büro. Gleiches gilt für die Schmerzgrenze bei Medikamenten & Pharmaprodukten.

Doch was passiert eigentlich, wenn Gesundheit zum Multimilliardengeschäft wird? Ein paar Gedanken zu einer sehr schmutzigen Lobby.

Früher hatte ich oft Kopfschmerzen, was im Laufe der Jahre besser wurde. Oft habe ich Tabletten genommen – Aspirin & auch andere, stärkere Schmerztabletten. Weil die Wirkung immer öfter zu Wünschen übrig gelassen hat und ich auch nicht so oft Schmerzhemmer schlucken wollte, habe ich irgendwann aufgehört Tabletten zu nehmen und bin auf Pfefferminzöl umgestiegen. Das hilft mir persönlich sehr, wenn ich leichte bis mittelstarke Kopfschmerzen habe. Mit der Zeit wurde mir klar, dass die Kopfschmerzen meiner krummen Wirbelsäule und meinem Nacken geschuldet waren. Ein Moorkissen und Nackenübungen wirken wahre Wunder. Trotzdem kann es vorkommen dass ich stressbedingt über mehrere Tage Kopfschmerzen habe. Und diesen Schmerz – wenn er stark ist und anhält, sollte man mit den Möglichkeiten die wir haben unterbrechen. Und ja, sei es mit einer Schmerztablette. Einfach weil uns chronischer Schmerz nicht gut tut – sondern im Gegenteil sehr belastend für unseren Körper ist.

Es ist eine Gradwanderung, auch dieser Beitrag, das ist mir bewusst.Wir haben so viele Möglichkeiten die uns die Medizin heute bietet und das ist großartig. Wir haben im letzten Jahrhundert so viel gelernt, dass es schon fast beängstigend ist. Denn vor etwa hundert Jahren war es weder selbstverständlich einen Kaiserschnitt oder einen Leistenbruch zu überleben. Fortschritt ist etwas, das uns als Menschheit weiter bringt. Etwas dass Gutes bringt, gar Großartiges. Aber wo tolle Arbeit und Hoffnung auf der einen Seite stehen, wartet irgendjemand auf der anderen Seite der sich fragt wie man damit wohl am besten viel Geld machen kann.

Und so fing es womöglich an. Pharmakonzerne tragen viel auf ihren Schultern und sie haben einiges zu verantworten. Der Contergan-Skandal in den 1960er Jahren, die Sulfanilamid-Katastrophe oder Pharmatests in Schwellenländern (gestorben wird anderswo). Sie wollen uns einreden dass wir krank sind, Symptome werden unklar pauschalisiert und wir können Medikamente ja unter Umständen auch vorbeugend nehmen („tut ja nichts“). Aber genauso wie wir überlegen wie wir uns ernähren, sollten wir uns überlegen mit welchen Medikamenten wir unseren Körper füttern und was wir ihm damit antun. Die Liste der Nebenwirkungen ist lang – Medikamente über einen langen Zeitraum oder vorbeugend zu nehmen ohne darüber nachzudenken ist alles andere als eine gute Idee.

Natürlich bin ich froh, dass mir Medikamente helfen wenn ich krank bin. Als starke Allergikerin helfen mit an manchen Tagen nur Antihistaminika. Aber manchmal nervt es mich auch, weil ich weiß wie hoch der Preis ist. Weil es so schwer ist zu verstehen welcher Weg der richtige ist. Weil Gesundheit eben nicht nur in deinem Interesse ist, sondern ein Geschäft. Antihistaminika, Heilpraktiker, Desensibilisierung? Wie bekomme ich die beste Antwort auf eine Frage die für mich allein so kompliziert ist um es greifen zu können?

Ich will dieser Überlegung ungern einen ideellen Wert beimessen. Und doch fehlt mir die Transparenz um es eben nicht zu tun.

Medikamente können uns helfen oder gar retten. Sie können uns aber auch schaden. Wir sollten uns immer gut überlegen wann wir sie nehmen und warum. Wir sollten quer denken, Alternativen in Betracht ziehen (das gilt natürlich nicht für schwere Krankheiten!) und uns gut beraten lassen von einem Arzt, dem wir wirklich vertrauen. Dein Wohlbefinden steht für dich an erster Stelle. Die Pharmakonzerne und Apotheken haben ihre Wege. Und du gehst deinen. Geh ihn mit Achtsamkeit.

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2 Kommentare zu „Gesundheitsserie Part 7: Medikamente & Pharma“

  1. Ein spannender Beitrag! Ich hab erst gerade einen Roman zu dem Thema beendet, Whisteblowing und Pharma-Konzerne – „Der Blogger“, kann ich empfehlen!

    Ich persönlich fahre am besten damit, nicht jedem Zipperlein immer viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Zum Arzt geh ich überhaupt nur, wenns unbedingt sein muss, und glücklicherweise habe ich einen gefunden, der sehr vorsichtig Medikamente verschreibt und wenn, dann immer eher die pflanzliche Variante. Und Antibiotika gibts ohne Blutuntersuchung gar nicht erst.
    Aber natürlich kann ich mich auch sehr glücklich schätzen, inzwischen nichts chronisches mehr und eine stabilie Konstitution zu haben, es kann auch ganz anders laufen, und dann greift man natürlich nach jedem Strohhalm…
    Wichtig ist in meinen Augen auch, jedes Kind ordentlich im Dreck spielen zu lassen, damit sich viele Allergien, Unverträglichkeiten und diverse „mimimi“s gar nicht erst entwickeln – aber das ist natürlich meine subjektive Meinung :)

    LIebe Grüße,
    Kati

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    1. Ja ich bin da ganz ähnlich gestrickt, gehe selten zum Arzt. Aber wie du schon schreibst ist es ja eine ganz subjektive Meinung und jeder muss ja für sich selbst entscheiden wann er einen Arzt zu Rate ziehen will oder welche Mittel er wählt.
      Und danke für den Tipp, das Buch werde ich mir gleich einmal angucken und auf meine Wunschliste setzen :)

      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!

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