Minimalismus & Mode VI – Halbzeit Konsumdiät

Kleiderschrank Konsumdiät

Das erste halbe Jahr meiner Konsumdiät ist geschafft. Und bisher habe ich es tatsächlich durchgezogen. Ich habe ein halbes Jahr keine Klamotten, ob neu oder gebraucht gekauft, keine Accessoires, gar nichts. Ich habe meiner Schwester beim Aussortieren ihres Kleiderschranks geholfen und drei Teile von ihr geschenkt bekommen, die sie ansonsten weggegeben hätte. Zählt das? Ich finde nicht. Ich bin mega stolz. Für alle die es interessiert hier ein ausführliches Update, 10 Dinge die ich gelernt habe, meine aktuelle Wunschliste und 3 Vorsätze die ich mir fest für die Zukunft vornehme.

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Minimalismus & Mode V – Nachhaltige Mode Marken

Faire Mode Marken

Letztes Jahr im Urlaub habe ich eine junge Mode-Redakteurin kennen gelernt, die sich für Nachhaltigkeit in der Modeindustrie stark macht. Sie hat mir viel über die Branche erzählt, das mir in Erinnerung geblieben ist.
Sie meinte zum Beispiel, dass Nachhaltigkeit den Menschen irgendwie Angst macht, dass sie denken sie können dabei so viel falsch machen, also machen sie lieber gar nichts. Und das passiert, weil es genug Menschen gibt die immer was finden, dass sie kritisieren können (oder wollen). Diese Menschen lesen zum Beispiel dass sich ein H&M für das ein oder andere Klimaschutz-Projekt stark macht oder nachhaltigere Materialien verwendet und kritisieren das Unternehmen im selben Zug dafür, dass die Arbeiter nicht fair bezahlt werden oder werfen ihnen Kinderarbeit vor. Dann schimpfen sie und sind gleichzeitig nicht bereit für Kleidung tiefer in den Geldbeutel zu greifen. Und dass sich H&M wenigstens für ein paar Sachen stark macht, das zählt einfach nicht. Obwohl es noch genug Unternehmen gibt die noch viel weniger machen, oder gar nichts! Warum muss es immer 100% sein? Kann man nicht einfach langsam anfangen? Oder einfach mal machen ohne groß darüber zu reden? Natürlich wollen wir in einer Welt leben in der Kinder nicht arbeiten müssen und alles fair produziert wird, aber die Masse ist doch noch nicht einmal bereit dafür. Einfach mal anfangen. Nicht mit dem Wunsch perfekt zu sein, aber zumindest einen Schritt nach dem anderen in die richtige Richtung machen. Das wäre ihr Wunsch.

Und ich habe genickt. Irgendwo muss man anfangen. Wir werden nicht über Nacht zu einem 100 % nachhaltigen Konsumenten. Wir informieren uns. Machen uns ein Bild. Denken nach. Und fangen an den Wunsch zu hegen, Dinge ändern zu wollen. Und jede Veränderung zählt.

Heute stelle ich euch ein paar tolle nachhaltige Marken vor, die wunderschöne Mode produzieren, die wir mit gutem Gewissen tragen können ohne dass „ICH TRAGE ÖKO-MODE“ auf unserer Stirn geschrieben steht. Denn das ist ja oft das erste grundsätzliche Problem das viele mit nachhaltiger Mode haben. Aber auch ein paar Online-Shops will ich euch vorstellen, in denen ihr generell mal schmökern könnt, genauso wie ein paar weitere, gute Adressen zum Thema nachhaltige Mode.
Ich hoffe, dass mein kleiner Guide euch gefällt, dass ihr die ein oder andere faire Marke für euch entdeckt die ihr unterstützen wollt und dass es euch weiter hilft auf eurem ganz persönlichen Weg in Richtung Nachhaltigkeit.

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Minimalismus & Mode IV – Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit Mode

Bald ist Halbzeit. Über 5 Monate habe ich nun meine Konsumdiät durchgezogen und nichts gekauft. Ich fühle mich gut, bin stolz dass es bisher so gut geklappt hat und überzeugt dass ich es auch durchhalten kann. Klar, zum einen will ich mir beweisen dass ich das durchziehen kann obwohl ich Mode sehr gern mag, zum anderen will ich aber auch mein Konsumverhalten grundsätzlich verändern. Darum wird es nun Zeit für etwas, dass ich in diesem Zug eigentlich schon lange thematisieren wollte.

Ja. Es ist an der Zeit das Fass aufzumachen. Ich spreche heute über Nachhaltigkeit in der Modeindustrie.

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Über die asiatische Leichtigkeit

Leichtigkeit

Die letzten Wochen war ich im Urlaub im Süden Vietnams unterwegs. Mit dem Ziel der Entschleunigung tauchten wir voll und ganz in die für uns neue Kultur ein, sind mit einem Roller die Küste entlang gedüst, hatten Sand im Haar, Salzgeschmack auf der Zunge und lagen stundenlang im Schatten ohne zu sprechen, jeder mit seinem Buch oder seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Viel Ballast wurde mitgenommen. Viel nachgedacht. Viel losgelassen im Laufe der Zeit. Ich habe mich erholt.

Als wir am Mekong Delta waren, haben wir dort einen Floating Market besucht. Frühmorgens sind wir los gestartet um das Treiben zu beobachten. Ein alter Vietnamese hat uns mit seinem kleinen Boot hingefahren und statt fröhliches Treiben hat uns eine sehr bedächtige, ruhige Morgenstimmung auf dem Markt begrüßt. Es war ganz still, die Menschen saßen auf ihren Booten, haben gemächlich gefrühstückt, schweigend und in Gesellschaft und ließen den Tag kommen. Mit einem Mal wurde mir wohlig warm ums Herz. Diese Menschen muss man einfach bewundern. Alles in diesem Moment war ganz frei von unserem westlichen Rhythmus. Davon können wir uns alle (inklusive mir) eine Scheibe abschneiden.

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Minimalismus & Mode IV – Der Glamourfaktor

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Heute gibt es ein längst überfälliges Update zu meiner Konsum-Diät. Seit fast 20 Wochen habe ich weder Kleidung, noch Accessoires gekauft. Darauf bin ich stolz. Und es läuft gut. Trotzdem wäre es gelogen euch zu erzählen, dass ich mich immer gut fühle.

Ein sehr ehrliches Follow Up heute. Aber darum geht es ja schließlich bei diesem Projekt.

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Traurigkeit / Nur zu Besuch

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Ich habe im letzten Monat nicht geschrieben. Zum Schreiben brauche ich einen freien Kopf. Und meinen freien Kopf hab ich definitiv vermisst in letzter Zeit. Da war so viel negatives. So viel Angst. So viel Stress… Ich war traurig.

Und immer wieder sag ich mir: „Reiß dich zusammen.“ Mein inneres ich wimmert und schüttelt den Kopf. „Zu müde“, sagt es. „Lass mich.“ Irgendwann lasse ich es auch. Ich lege mich auf die Couch, lass all die Traurigkeit über mich ergehen und merke, auch sie ist vergänglich…

Wir erwarten sehr viel von uns selbst. Wir streben nach Glück, obwohl wir wissen dass es nicht von Dauer ist. Wir wissen, dass Minimalismus kein Rezept ist. Bewusstsein gibt uns viel, aber es verspricht uns nichts. Manchmal sind wir trotzdem traurig. Einfach so. Wir sind mittendrin, in einer schlechten Phase, in all den Selbstzweifeln die wir sonst so gut wegstecken und ein wenig ratlos. Wir wissen nicht was wir mit uns anfangen sollen, sind nervös und müssen uns ständig überwinden. Und alles ist durchwachsen mit Zweifeln wie ein Stück Steak, dass ich nicht auf meinem Teller haben will.

Für euch veröffentliche ich heute ein Essay der etwas anderen Art. Kein typischer Post, keine Tipps, keine Gedanken an denen man sich festhalten kann, eher ein kleiner Ausflug in ein Thema das nicht so wirklich akzeptiert wird in unserer Gesellschaft. Traurigkeit ist irgendwie nicht okay. Sie ist ein ungebetener Gast. Und doch nur zu Besuch.

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Weiterentwicklung & unser altes ich

weiterentwicklung

Liebes 18-jährige ich,

ich könnte dir so viel sagen und du würdest doch nicht hören wollen. Du bist der freie Geist von uns beiden. Und der Sturkopf.
Du machst dein Ding, lebst, probierst, fällst dabei hin und stehst wieder auf. Und irgendwie kann ich nur anerkennend nicken, wenn ich daran denke wie du das machst. Auch wenn du ziemlich dumme Entscheidungen triffst und treffen wirst.

Manchmal erinnere ich mich an dich und frage mich, was aus dir geworden ist. Du bist so unsicher, so zerbrechlich, so einsam. Ich wünschte ich könnte dich bewahren. Und doch kann ich das nicht. Und ich will es nicht. Ich will, dass du all diese Fehler machst und zu der wirst die ich heute bin. Mach weiter mit dem was du machst. Fall hin, breche dir die Nase und steh immer wieder auf. Darin bist du nämlich besser als ich.

Heute geht es um unsere persönliche Weiterentwicklung. Veränderung ist wichtig für uns und doch ist sie nicht immer einfach anzunehmen. Wir ringen mit uns selbst und können uns nicht verstehen, haben kein Verständnis für unser „altes ich“, schämen uns, sind zu hart und kritisch. Dabei sollten wir uns genau dann einfach vergeben. Immer wieder.

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