Minimalismus & Mode IV – Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit Mode

Bald ist Halbzeit. Über 5 Monate habe ich nun meine Konsumdiät durchgezogen und nichts gekauft. Ich fühle mich gut, bin stolz dass es bisher so gut geklappt hat und überzeugt dass ich es auch durchhalten kann. Klar, zum einen will ich mir beweisen dass ich das durchziehen kann obwohl ich Mode sehr gern mag, zum anderen will ich aber auch mein Konsumverhalten grundsätzlich verändern. Darum wird es nun Zeit für etwas, dass ich in diesem Zug eigentlich schon lange thematisieren wollte.

Ja. Es ist an der Zeit das Fass aufzumachen. Ich spreche heute über Nachhaltigkeit in der Modeindustrie.

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Über die asiatische Leichtigkeit

Leichtigkeit

Die letzten Wochen war ich im Urlaub im Süden Vietnams unterwegs. Mit dem Ziel der Entschleunigung tauchten wir voll und ganz in die für uns neue Kultur ein, sind mit einem Roller die Küste entlang gedüst, hatten Sand im Haar, Salzgeschmack auf der Zunge und lagen stundenlang im Schatten ohne zu sprechen, jeder mit seinem Buch oder seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Viel Ballast wurde mitgenommen. Viel nachgedacht. Viel losgelassen im Laufe der Zeit. Ich habe mich erholt.

Als wir am Mekong Delta waren, haben wir dort einen Floating Market besucht. Frühmorgens sind wir los gestartet um das Treiben zu beobachten. Ein alter Vietnamese hat uns mit seinem kleinen Boot hingefahren und statt fröhliches Treiben hat uns eine sehr bedächtige, ruhige Morgenstimmung auf dem Markt begrüßt. Es war ganz still, die Menschen saßen auf ihren Booten, haben gemächlich gefrühstückt, schweigend und in Gesellschaft und ließen den Tag kommen. Mit einem Mal wurde mir wohlig warm ums Herz. Diese Menschen muss man einfach bewundern. Alles in diesem Moment war ganz frei von unserem westlichen Rhythmus. Davon können wir uns alle (inklusive mir) eine Scheibe abschneiden.

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Minimalismus & Mode IV – Der Glamourfaktor

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Heute gibt es ein längst überfälliges Update zu meiner Konsum-Diät. Seit fast 20 Wochen habe ich weder Kleidung, noch Accessoires gekauft. Darauf bin ich stolz. Und es läuft gut. Trotzdem wäre es gelogen euch zu erzählen, dass ich mich immer gut fühle.

Ein sehr ehrliches Follow Up heute. Aber darum geht es ja schließlich bei diesem Projekt.

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Traurigkeit / Nur zu Besuch

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Ich habe im letzten Monat nicht geschrieben. Zum Schreiben brauche ich einen freien Kopf. Und meinen freien Kopf hab ich definitiv vermisst in letzter Zeit. Da war so viel negatives. So viel Angst. So viel Stress… Ich war traurig.

Und immer wieder sag ich mir: „Reiß dich zusammen.“ Mein inneres ich wimmert und schüttelt den Kopf. „Zu müde“, sagt es. „Lass mich.“ Irgendwann lasse ich es auch. Ich lege mich auf die Couch, lass all die Traurigkeit über mich ergehen und merke, auch sie ist vergänglich…

Wir erwarten sehr viel von uns selbst. Wir streben nach Glück, obwohl wir wissen dass es nicht von Dauer ist. Wir wissen, dass Minimalismus kein Rezept ist. Bewusstsein gibt uns viel, aber es verspricht uns nichts. Manchmal sind wir trotzdem traurig. Einfach so. Wir sind mittendrin, in einer schlechten Phase, in all den Selbstzweifeln die wir sonst so gut wegstecken und ein wenig ratlos. Wir wissen nicht was wir mit uns anfangen sollen, sind nervös und müssen uns ständig überwinden. Und alles ist durchwachsen mit Zweifeln wie ein Stück Steak, dass ich nicht auf meinem Teller haben will.

Für euch veröffentliche ich heute ein Essay der etwas anderen Art. Kein typischer Post, keine Tipps, keine Gedanken an denen man sich festhalten kann, eher ein kleiner Ausflug in ein Thema das nicht so wirklich akzeptiert wird in unserer Gesellschaft. Traurigkeit ist irgendwie nicht okay. Sie ist ein ungebetener Gast. Und doch nur zu Besuch.

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Weiterentwicklung & unser altes ich

weiterentwicklung

Liebes 18-jährige ich,

ich könnte dir so viel sagen und du würdest doch nicht hören wollen. Du bist der freie Geist von uns beiden. Und der Sturkopf.
Du machst dein Ding, lebst, probierst, fällst dabei hin und stehst wieder auf. Und irgendwie kann ich nur anerkennend nicken, wenn ich daran denke wie du das machst. Auch wenn du ziemlich dumme Entscheidungen triffst und treffen wirst.

Manchmal erinnere ich mich an dich und frage mich, was aus dir geworden ist. Du bist so unsicher, so zerbrechlich, so einsam. Ich wünschte ich könnte dich bewahren. Und doch kann ich das nicht. Und ich will es nicht. Ich will, dass du all diese Fehler machst und zu der wirst die ich heute bin. Mach weiter mit dem was du machst. Fall hin, breche dir die Nase und steh immer wieder auf. Darin bist du nämlich besser als ich.

Heute geht es um unsere persönliche Weiterentwicklung. Veränderung ist wichtig für uns und doch ist sie nicht immer einfach anzunehmen. Wir ringen mit uns selbst und können uns nicht verstehen, haben kein Verständnis für unser „altes ich“, schämen uns, sind zu hart und kritisch. Dabei sollten wir uns genau dann einfach vergeben. Immer wieder.

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Minimalismus & finanzielle Freiheit Part 3: Luxus & Reichtum

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Wir liegen gemeinsam auf der Liege und sehen der Sonne zu wie sie sich dem Wasser nähert. Das Farbenspiel hat längst begonnen und uns zum Schweigen gebracht. Also liegen wir einfach da und sehen zu. Es sind genau diese Momente, wenn ich mir wie jetzt bewusst werde wie sehr ich meine Heimat liebe und in dem Moment absolut frei sein kann. Momente, die für mich der absolute Luxus sind. Dazu brauche ich kein Hotel, keinen Alkohol, noch nicht einmal eine Meeresbrise. Wertvolles können wir mit unserem Bewusstsein schaffen. Das schafft Geld nicht.

Abschließen will ich meine Reihe über finanzielle Freiheit mit dem Thema Luxus. Ein bisschen Glitzer & Luxus hat unserem Alltag nämlich noch keinem geschadet. Das geht vor allem auch ohne ein volles Portemonnaie. Wie? Ich stelle euch 50 Dinge vor, die wahnsinnig schön sind ohne etwas (oder nur wenig) zu kosten und uns eine gesunde Portion Luxus in unseren minimalistischen Alltag bringen…

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Minimalismus & finanzielle Freiheit Part 2: Schuld

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Es gibt natürlich auch einen absoluten Killer wenn es um unsere finanzielle Freiheit geht: Schuld.
Schulden, Kredite, geliehenes Geld von wem auch immer – das belastet enorm, summiert unsere monatlichen Fixkosten und im Grunde sollten wir Schulden wenn irgendwie möglich einfach vermeiden.
Mir ist natürlich bewusst, dass man nicht alles in bar zahlen kann (ich denke an Eigenheime & Co.). Aber es ist ratsam sich persönlich ein (nicht allzu niedriges) Limit zu setzen, unter dem man nichts in Raten abzahlen will. Zum Beispiel alles unter 5.000 Euro wird erst dann gekauft, wenn man es sich eben leisten kann. Ansonsten wird noch etwas gewartet. Hier rät es sich im Übrigen auch ein kleines Finanz-Polster für Notfälle auf die Seite zu sparen.

Hier eine kleine Anleitung, wenn du dir bei Finanzen im allgemeinen schwer tust. Ich bin im Übrigen natürlich kein Finanz-Berater. Dieser Beitrag hilft lediglich für eine persönliche Orientierung oder auch einfach als kleine Motivation.

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Minimalismus & finanzielle Freiheit Part 1: Geld sparen

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Wenn wir uns auf das Wesentliche reduzieren, hinterfragen wir alles. Auch unsere Arbeit und vor allem die vielen Stunden die wir dort verbringen. Manche Minimalisten werden zu Aussteigern, arbeiten weniger um mehr Freizeit zu haben oder üben Berufe aus Überzeugung aus, für die sie eventuell auch etwas weniger verdienen. Nun ist es so dass man als Minimalist schlicht mit weniger Geld auskommt, weil man bewusster konsumiert. Obwohl wir natürlich etwas Geld brauchen für das Dach über unserem Kopf, Essen & Co. wollen wir unabhängiger werden. Denn im Grunde ist es so: Finanzielle Unabhängigkeit & Freiheit ist einer der wichtigsten Faktoren für ein zufriedenes & ausgeglichenes Leben. Und ich würde mal großzügig behaupten, ein Großteil von uns Minimalisten legt sehr viel Wert auf Freiheit.

Es ist recht simple: Was wir heute nicht an Geld brauchen, steht uns zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung. Ein Gedanke, der sich gut anfühlt. Zu Recht.
Damit ihr an den richtigen Enden spart  will ich euch Tipps & Gedanken mitgeben zum Thema Geld sparen.

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Minimalismus – gibt es ein Optimum? Oder sind wir einfach irre?

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Zwei Kommoden & ein Nachttisch haben den Raum verlassen. Nun bin ich mit dem Entrümpeln unseres Schlafzimmers fertig und ich liebe es. Ein schönes Bett. Eins, wie ich es mir immer gewünscht habe steht in der Mitte des großen Raumes. Eine Yucca-Palme erweckt den Raum mit Leben. Die graue Wand strahlt Ruhe aus und macht sich gut. Das Klavier steht am richtigen Platz. Die Noten liegen darauf und sind aussortiert. Hier kann nichts herum liegen. Der Raum ist absolut clean und endlich so wie ich ihn haben will. Alles was da ist hat seine Berechtigung, weil es mir entweder Freude macht (wie das Klavier) oder einen Zweck hat (wie die Nachttisch-Lampe, die auf dem Boden neben dem Bett steht). Wenn ich den Raum putzen will ist das in ein paar Handgriffen gemacht, weil es kaum Oberflächen gibt (außer Klavier & Fensterläden). Fertig? Meine Augen scannen.

Ist man eigentlich jemals fertig mit dem Minimalisieren? Die Frage stelle ich mir regelmäßig. Immer wieder komme ich an einen Punkt an dem ich das Gefühl habe fertig zu sein mit dem Entrümpeln & an dem ich zufrieden bin. Doch spätestens zwei Wochen später fällt mir dann wieder etwas in die Hände, das ich in meine „Donation Box“ lege. Jedes mal frage ich mich dann: „War’s das jetzt? Hört das jemals auf?“ Ehrlich gesagt kommt es mir inzwischen schon etwas albern vor.

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Zeit, danke zu sagen. Danke, 2016.

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Frohes neues Jahr ihr lieben! Mein Post kommt ein wenig spät, denn es ist ein Rückblick auf das letzte Jahr. Ich habe überlegt – was ist passiert? Was hat das Jahr bestimmt?

Ich muss sagen, die Arbeit an diesem Blog war ein großer Teil davon. Denn ich habe etwas geschaffen. Eine Plattform, auf der ich meine Gedanken teile. Mit der ich wachse und auf die ich stolz bin. Und vor allem ihr seid ein großer Teil davon. Denn ihr habt meine Beiträge gelesen, sie haben euch mal mehr gefallen und mal vielleicht auch weniger und ihr habt sie kommentiert. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Weil ihr so reflektiert kommentiert und euch Gedanken macht. Weil ihr wollt und tut, weil ihr nachdenkt, wisst was ihr wollt und nicht einfach nur Dinge tut, weil man sie eben tut. Dafür will ich danke sagen. Lasst uns gemeinsam wachsen im neuen Jahr 2017.

Hier kommt mein kleiner, ganz persönlicher Rückblick für das Jahr 2016:

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